(M)EFG ist jemand, welcher den Kontakt zu anderen Menschen braucht. Um jemandem emotional nahe zu sein, benötige ich regelmäßigen Gedankenaustausch mit dieser Person. Ich möchte wissen, was in seinem Leben vor sich geht, möchte teilhaben an seinem Alltag. Umgekehrt möchte ich auch über meine Sorgen und Nöte ebenso wie über alltägliches und profanes mit jemandem sprechen können. Ich brauche keine Lösungen, keine Allheilmittel, einfach ein offenes Ohr ist alles was ich möchte. Wenn die andere Person Ratschläge geben will - das kann sie auch gerne tun, aber zuhören reicht mir schon.
Ist so ein regelmäßiger Kontakt nicht möglich, sei es umzugsbedingt, durch einen zu vollen Terminplan oder dadurch, dass diese Kontaktfreude nicht von beiden gleichermaßen geteilt wird, wird das Verhältnis distanzierter. Natürlich kann dies auch räumlich so geschehen, doch meine ich hiermit die emotionale Distanz.
Ich bin dann dem anderen Menschen nicht böse oder so. Ein Freund bleibt ein Freund, ich betrachte ihn wohlwollend aus der Ferne. Ich wünsche ihm immer noch alles Gute, aber ich bin ihm nicht mehr nahe. Er kommt dann in Kategorien wie "Freund von Früher", "alter Schulfreund" oder "Kumpel". Ich selbst bedauere es, wenn dies geschieht. Doch ich kann niemanden zwingen, diese Vorliebe - nein, Notwendigkeit - meinerseits für engen Kontakt zu teilen.
Später mehr zu diesem Thema, es beschäftigt mich.
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