(M)EFG ist jemand, welcher den Kontakt zu anderen Menschen braucht. Um jemandem emotional nahe zu sein, benötige ich regelmäßigen Gedankenaustausch mit dieser Person. Ich möchte wissen, was in seinem Leben vor sich geht, möchte teilhaben an seinem Alltag. Umgekehrt möchte ich auch über meine Sorgen und Nöte ebenso wie über alltägliches und profanes mit jemandem sprechen können. Ich brauche keine Lösungen, keine Allheilmittel, einfach ein offenes Ohr ist alles was ich möchte. Wenn die andere Person Ratschläge geben will - das kann sie auch gerne tun, aber zuhören reicht mir schon.
Ist so ein regelmäßiger Kontakt nicht möglich, sei es umzugsbedingt, durch einen zu vollen Terminplan oder dadurch, dass diese Kontaktfreude nicht von beiden gleichermaßen geteilt wird, wird das Verhältnis distanzierter. Natürlich kann dies auch räumlich so geschehen, doch meine ich hiermit die emotionale Distanz.
Ich bin dann dem anderen Menschen nicht böse oder so. Ein Freund bleibt ein Freund, ich betrachte ihn wohlwollend aus der Ferne. Ich wünsche ihm immer noch alles Gute, aber ich bin ihm nicht mehr nahe. Er kommt dann in Kategorien wie "Freund von Früher", "alter Schulfreund" oder "Kumpel". Ich selbst bedauere es, wenn dies geschieht. Doch ich kann niemanden zwingen, diese Vorliebe - nein, Notwendigkeit - meinerseits für engen Kontakt zu teilen.
Später mehr zu diesem Thema, es beschäftigt mich.
Freitag, 4. November 2011
Sonntag, 23. Oktober 2011
Postkarten
In Zeiten von Smartphones, in denen das Statusupdate plus Foto der gerade besuchten (unglaublich angesagten) Location ratzfatz auf Facebook hochgeladen ist, scheinen Postkarten unglaublich altmodisch zu sein.
Viel mühseliger als der Schnappschuss mit der Handycam ist es doch, sich für ein Postkartenmotiv zu entscheiden, dann handschriftlich etwas draufzuschreiben, Adresse rauskramen (da muss man oft schon vorher dran denken, die überhaupt zur Hand zu haben), Briefmarke besorgen und dann noch einen Postkasten finden. Neben dem hohen Zeitaufwand muss man auch noch Geld für Karte und Briefmarke zahlen.
Altmodisch, zeitaufwendig, teuer, un-hip.
Dennoch mag ich Postkarten.
Gerade dieser Aufwand zeigt dem Empfänger, dass man an ihn gedacht hat und dass man ihn (oder sie) besonders wertschätzt. [Natürlich gibt es Menschen, für die Postkartenschreiben an alle Freunde, Verwandte & Bekannte eine lästige Urlaubspflicht ist - den Fall meine ich nicht!]
Es ist persönlicher. Die Karte ist eine bestimmte Person adressiert, kein Kommentar an alle dreihundertzwölfzig Facebook-Freunde. Die Schrift eines anderen Menschen auf einer Karte zu sehen ist etwas ganz anderes als eine SMS in Arial oder Times New Roman zu bekommen.
Hinzu kommt ein kleiner Entschleunigungsaspekt. Man hält kurz inne, sucht die richtigen Worte, versucht einigermassen ordentlich zu schreiben. Die Post kommt auch nur einmal am Tag (bei dieser Vorstellung bekommen Facebooker und Twitterer gerade Magenkrämpfe).
Die Postkarte bleibt, man kann sie in die Hand nehmen oder auch als Lesezeichen zweckentfremden.
Ich habe mich über meine letzte erhaltene Postkarte sehr gefreut. Jemand hatte an mich gedacht.
Viel mühseliger als der Schnappschuss mit der Handycam ist es doch, sich für ein Postkartenmotiv zu entscheiden, dann handschriftlich etwas draufzuschreiben, Adresse rauskramen (da muss man oft schon vorher dran denken, die überhaupt zur Hand zu haben), Briefmarke besorgen und dann noch einen Postkasten finden. Neben dem hohen Zeitaufwand muss man auch noch Geld für Karte und Briefmarke zahlen.
Altmodisch, zeitaufwendig, teuer, un-hip.
Dennoch mag ich Postkarten.
Gerade dieser Aufwand zeigt dem Empfänger, dass man an ihn gedacht hat und dass man ihn (oder sie) besonders wertschätzt. [Natürlich gibt es Menschen, für die Postkartenschreiben an alle Freunde, Verwandte & Bekannte eine lästige Urlaubspflicht ist - den Fall meine ich nicht!]
Es ist persönlicher. Die Karte ist eine bestimmte Person adressiert, kein Kommentar an alle dreihundertzwölfzig Facebook-Freunde. Die Schrift eines anderen Menschen auf einer Karte zu sehen ist etwas ganz anderes als eine SMS in Arial oder Times New Roman zu bekommen.
Hinzu kommt ein kleiner Entschleunigungsaspekt. Man hält kurz inne, sucht die richtigen Worte, versucht einigermassen ordentlich zu schreiben. Die Post kommt auch nur einmal am Tag (bei dieser Vorstellung bekommen Facebooker und Twitterer gerade Magenkrämpfe).
Die Postkarte bleibt, man kann sie in die Hand nehmen oder auch als Lesezeichen zweckentfremden.
Ich habe mich über meine letzte erhaltene Postkarte sehr gefreut. Jemand hatte an mich gedacht.
Sonntag, 4. September 2011
Anfang
Irgendwo muss ich anfangen, warum also nicht bei meiner letzten Inspiration: Leere Räume. Das Mein Leben kommt mir manchmal so vor. Leer - aber, und dies ist der entscheidende Gedanke, welcher dies über puren Trübsinn erhebt - mit Türen, welche hinausführen. In andere Räume. An andere Orte.
Egal, wie es dort auch aussehen mag, diese neuen Räume haben wiederum Torbögen anderswo hin. Manchmal sollte man sich auch in Erinnerung rufen, dass es (meistens) auch einen Pfad gibt, den man auf den ersten Blick nicht sieht: den Weg zurück. Nicht immer das, was man will, aber manchmal besser als andere Alternativen (Stillstand, Verbleiben in einem Raum ohne andere Ausgänge).
Bisweilen kann man den nächsten Raum schon erkennen, bevor man durch die Tür tritt. Gottseidank gibt es im Leben auch einige wenige Entscheidungen, deren Konsequenzen sich eher absehen lassen als andere. Man sieht den Raum (Konsequenz) also, bevor man durch die Tür (Entscheidung) tritt...(M)EFG, der Metapherkönig.

Manche Türen muss man allerdings durchschreiten, ohne zu wissen wohin sie führen. Mut zum Leben ist hier erforderlich, will man nicht ängstlich in einem bekannten, aber leeren (oder anderweitig unbefriedigendem), Raum verbleiben.

Manchmal befindet sich hinter solch einer Tür dann doch nicht der sprichwörtliche Topf voll Gold. Aber man hat Gewissheit. Und vielleicht findet man im nächsten Raum doch etwas, was das Eintreten lohnenswert macht. Vielleicht bemerkt man es nicht beim ersten flüchtigen Blick, sondern muss erst genau hinsehen. Oder muss womöglich erst ein Brecheisen nehmen und es ans Licht holen...

Es gibt auch Durchgänge, welche verboten sind. Diese Verbote können gesellschaftliche oder familiäre Zwänge sein, Personen welche einen genau in dem derzeitigen Raum halten wollen, oder aber auch höchst eigene Ängste.
"Das schaffe ich nicht."
"Ich bleibe lieber hier."
"Dies kenne ich wenigstens."
"So enttäusche ich niemanden." (ausser Dir selbst?)

Es ist nie einfach oder auch nur richtig, eine solche Tür zu Durchschreiten. Aber zu bestimmten Situationen im Leben muss man sich vielleicht solcher Türen bewusst werden (da man sie meistens ausblendet) und mit einem "Scheiß drauf! Das Leben ist ein Arsch und ich werden nicht kampflos aufgeben!" die Tür aus den Angeln treten und erforschen, was dahinter liegen mag...
Egal, wie es dort auch aussehen mag, diese neuen Räume haben wiederum Torbögen anderswo hin. Manchmal sollte man sich auch in Erinnerung rufen, dass es (meistens) auch einen Pfad gibt, den man auf den ersten Blick nicht sieht: den Weg zurück. Nicht immer das, was man will, aber manchmal besser als andere Alternativen (Stillstand, Verbleiben in einem Raum ohne andere Ausgänge).
Bisweilen kann man den nächsten Raum schon erkennen, bevor man durch die Tür tritt. Gottseidank gibt es im Leben auch einige wenige Entscheidungen, deren Konsequenzen sich eher absehen lassen als andere. Man sieht den Raum (Konsequenz) also, bevor man durch die Tür (Entscheidung) tritt...(M)EFG, der Metapherkönig.
Manche Türen muss man allerdings durchschreiten, ohne zu wissen wohin sie führen. Mut zum Leben ist hier erforderlich, will man nicht ängstlich in einem bekannten, aber leeren (oder anderweitig unbefriedigendem), Raum verbleiben.
Manchmal befindet sich hinter solch einer Tür dann doch nicht der sprichwörtliche Topf voll Gold. Aber man hat Gewissheit. Und vielleicht findet man im nächsten Raum doch etwas, was das Eintreten lohnenswert macht. Vielleicht bemerkt man es nicht beim ersten flüchtigen Blick, sondern muss erst genau hinsehen. Oder muss womöglich erst ein Brecheisen nehmen und es ans Licht holen...
Es gibt auch Durchgänge, welche verboten sind. Diese Verbote können gesellschaftliche oder familiäre Zwänge sein, Personen welche einen genau in dem derzeitigen Raum halten wollen, oder aber auch höchst eigene Ängste.
"Das schaffe ich nicht."
"Ich bleibe lieber hier."
"Dies kenne ich wenigstens."
"So enttäusche ich niemanden." (ausser Dir selbst?)
Es ist nie einfach oder auch nur richtig, eine solche Tür zu Durchschreiten. Aber zu bestimmten Situationen im Leben muss man sich vielleicht solcher Türen bewusst werden (da man sie meistens ausblendet) und mit einem "Scheiß drauf! Das Leben ist ein Arsch und ich werden nicht kampflos aufgeben!" die Tür aus den Angeln treten und erforschen, was dahinter liegen mag...
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